August 29, 2008
Ich habe gestern eine sehr wichtige Vorsorgemaßnahme getroffen die ich jedem Finanzberater nur empfehlen kann!!!
Obwohl Bausparprodukte als “Riesterverträge” eigentlich erst ab 01.11. zertifiziert sind, starten unsere Freunde in den karierten Sakkos schon voll durch. Deren Werbung “suggeriert” ganz klar: Wohnriester = Bausparen! Vielen unserer Mandanten wird - ohne unsere Aufklärung - nicht klar sein, dass sie mit ihrem wesentlich renditestärkeren z.B. Fondsriester selbstverständlich auch “Wohnriestern” können. Man (z.B. Hausbank!?) wird also möglicherweise versuchen jetzt schon einen Bausparvertrag zu installieren, um im November die Guthaben aus den bestehenden Riesterverträgen umzuschichten. Außerdem wird “suggeriert”, dass Wohnriestern bereits bestehende Darlehen entschuldet. Es findet kaum Erwähnung auf welche Immobilien die neue Regelung zutrifft, nämlich nur auf solche die ab diesem Jahr erworben werden. Von “Stolperfallen” wie vermietet oder Haus mit Einliegerwohnung mal ganz abgesehen.
Deshalb “Wehret den Anfängen!!!” Das habe ich gestern zunächst mit einer “Aufklärungs-Email” -unterlegt mit Presseartikeln- an alle meine Mandanten getan.
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Stephanie Völker
August 26, 2008
Eine Mandantin, die ich schon vorher in meiner alten Aufgabe betreut hatte, richtete heute Ihr Depot neu aus. Abgeltungssteuer, Börsensituation, Übertrag auf Familienangehörige, tägliche Verfügbarkeit und dabei noch 4,5% Zins p.a. und was sonst noch so alles dazu gehört…
Alles in allem ein interessantes Gespräch, nicht nur weil es Geschäftlich spannend war, sondern weil die Mandantin eine ältere lebensfrohe und sehr weltoffene Dame ist. Als wir also so am sprechen sind, kommen wir natürlich auch immer wieder auf das eine oder andere Thema und so landen wir auch beim Thema Musik… Wir haben in der Vergangenheit schon über diverse spannende Themen im Bereich Kultur und Lebenseinstellung Erfahrungen ausgetauscht, heute aber war Jazz das Thema. Ich hörte mit erstaunen, dass das Ehepaar begeisterte Jazz-Fans sind und insbesondere der Ehemann ein begabter Trompeter ist. Nachdem wir uns über einige bekannte Stücke unterhielten, kam nun auch tatsächlich der Mann vorbei - dieser hat mit dem “finanziellen nix am Hut” wie er es immer nennt, fand aber unsere angeregte Unterhaltung über Jazz sehr spannend und merkte, dass auch ich sehr an Jazz interessiert schien.
Lange Rede kurzer Sinn - ich bekam nun eine Vorstellung der ganz besonderen Art - der Mandant spielte seine 4-5 Lieblingsstücke mit einer Begeisterung und Wonne, dass ich nur noch da stand und Gänsehaut bekam. Mandantin, Mandant und ich hatten doch tatsächlich eine halbe Stunde Jazz gehört und getanzt. So ausgelassen und vergnügt hatte ich die beiden in den letzten 5 Jahren die ich diese Menschen nun kenne nicht erlebt und so eine ganz andere neue Seite kennen lernen dürfen. Für mich ein sehr großer Vertrauensbeweis.
Hier sieht man also wieder, dass unser Job mehr ist als einfach nur Finanzberatung von Menschen - es ist aus meiner Sicht “leben mit und verstehen von Menschen”
Da dies am heutigen Tag mein letzter Termin war, bin ich beschwingt nach Hause gefahren und habe erst mal wieder meine eigene Jazz - Sammlung rausgeholt und sitze nun hier mit Gershwin im Hintergrund und lasse es mir gut gehen.
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Kai-Markus Zahn