November 14, 2008

Der sichere Job… oder die falsche Hoffnung

Vor 2 Tagen hatte ich ein interessantes Gespräch mit einem alten Freund. Er fragte mich, warum ich mich nun doch in die Selbständigkeit begeben habe. Schließlich sei es doch nie so sicher und man wüsste ja auch nicht genau was man am Monatsende so überig hat…

Nun ja, genau diese Gedanken habe ich mir natürlich auch gemacht bevor ich diesen Schritt gegangen bin. Und wie ich mir diese Gedanken gemacht habe - schließlich war ich lange genug bei einer Bank beschäftigt und habe da so den einen oder anderen Selbständigen scheitern sehen. Ich habe aber auch sehr erfolgreiche Selbstädige gesehen.

Hier habe ich dann Menschen kennen gelernt, die sei über 10 Jahren im Unternehmen AWD Ihr eigenes Unternehmen aufgebaut haben - und alle haben eins gemeinsam…. Sie glauben, dass dieser Job sicherer ist als eine Festanstellung.

Warum??? Nun - hier entscheide ich selbst, wieviel Einsatz ich für wieviel Geld bringe, ich entscheide selbst, ob ich morgen Kundentermine habe oder nicht, ich entscheide selbst ob ich am Monatsende jammern muss oder mich eher freue, ich entscheide selbst wie ich arbeite und wie lange, mit wem und wo.

Als Angestellter habe ich fast jeden Monat jemanden jammern hören, dass das Geld zu wenig für den Job ist, das der Chef wieder das unmögliche will, dass man wieder das verkaufen muss, was heute gerade von der Geschäftsleitung gewünscht wird.

Ebenso habe ich aktuell viele Menschen im Gespräch (aus unterschiedlichsten Branchen) die sich nun Gedanken über die Finanzmarktkriese machen und etwas zurückhaltender sind mit Anschaffungen, Urlaub und sonstigen Geldangelegenheiten - da “ja keiner sagen kann wie lange es noch geht, wie lange der Job noch da ist …”

Alles in allem muss ich den langjährigen AWDlern zustimmen - diese Gedanken habe ich nicht mehr - und ich bin froh darüber - ICH ENTSCHEIDE SELBST - und das tut gut.

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Kai-Markus Zahn
Kategorie Allgemein

ein Kommentar zum obenstehendem Thema

    # Dirk Ludwig    

    Genau so sehe ich es auch. In meiner letzten Job als Prokurist in einem großen Handelsunternehmen habe ich einiges gelernt, unter anderem: ich arbeite als Angestellter immer für die Ziel von anderen. Deshalb hatte ich trotz hohen Engagement leicht das Gefühl, nicht genug geleistet zu haben.
    2. Selbst wenn die Leistung toll ist, nützt das nichts, wenn die Branche krankt. Davon gibt es in diesen Tagen ja wieder genug.
    Deshalb kann ich mir nicht mehr vorstellen, angestellt zu arbeiten. Solange ich meinen Job mache, wird es nie einen Grund geben, meinen Mitarbeitervertrag aufzulösen. In der Zwischenzeit habe ich jedoch sicher wesentlich mehr Befriedigung und Einkommen in der Selbstständigkeit.
    Und ganz ehrlich: glaubt echt noch jemand, angestellt zu bleiben, wenn der Job nicht gemacht wird?