Hallo,
die Börse spielt zur Zeit etwas verrückt - solche Phasen sind mir auch noch aus meiner Zeit in der Bank gut bekannt - nun freue ich mich aber, dass ich hier bei AWD ein Tool gefunden habe, mit dem ich den Mandanten das faktische Risiko in deren Depot bzw. Portfolio mitteilen kann - gegenüber gestellt wird hier die Ertragsaussicht. Sehr professionell wie ich finde - gerade da ich ja von einem Unternehmen komme, das im Anlagebereich sehr aktiv und gut aufgestellt war - hätte ich diese nun für mich greifbare Möglichkeit doch schon früher gehabt…. Es ist immer wieder spannend, jeden Tag etwas neues zu lernen. Ich kann alle, die in Wertpapiere investiert haben nur ermuntern, sich das Risikoprofil des Portfolios einmal genau ausweisen zu lassen und ggf. dann die entsprechenden Maßnahmen einzuleiten. So können böse Überraschungen für die Zukunft verringert werden.
Immer wieder bin ich überrascht, dass trotz der Aufklärungs- und Risikoeinschätzungspflichten des Wertpapierhandelsgesetzes Kunden ganz andere Werte im Depot haben, als zu deren Anlegermentalität passen. Hier gilt es aufzupassen und sofort einzuschreiten, wenn so etwas auffällt. Jeder sollte daher regelmäßig unabhängig überprüfen lassen, ob die Positionen im Depot auch noch zur aktuellen eigenen Risikoaffinität passen.










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Wundervoll, dass diese seit 1952 bekannte Methode auch beim AWD Einzug gefunden hat. Dazu noch ein paar Tipps..
Ich würde eher nicht behaupten, dass ich das faktische Risiko einer Anlage oder eines Portfolios kenne, sondern erstmal erklären, wie ich Risiko definiere und dann noch, wie ich es schätze…
Fügen sie mal in das tolle Tool einen risikolosen Zinssatz ein und erklären mir dann, warum risikobehaftete Teile ins Portfolio oder aus dem Portfolio genommen werden sollen. Wenn Sie das können, sind wir schon weiter…
Mit besten Wünschen…
herzlichen Dank für Deinen Kommentar zum Artikel. Ich stimme Dir sicherlich zu, dass die Definition Risiko sowohl in der Fachliteratur als auch in der gelebten Praxis sehr unterschiedlich bewertet und definiert wird. Für die Kunden ist eine Betrachtung der Volatilität bzw. anderer greifbarer Faktoren jedoch nachvollziehbarer als eine Risikoklasse. Letztendlich sehe ich es wie Du, es ist in jedem Fall eine individuelle Analyse vorzunehmen die auch die von Dir genannten risikolosen Zinssätze berücksichtigt. Zur Zeit bewegen wir uns jedoch selbst damit auf schwerem Gebiet, da selbst der Begriff Risikolos eine neue Bedeutung bekommen hat
Herzliche Grüße…
Herr Zahn hat geschildert, was er bei AWD kennen gelernt hat. Und nicht dass es bei AWD endlich seit 1952 “Einzug” gefunden hat. Er hat sich vor nicht all zu langer Zeit für ein neues Tätigkeitsfeld entschieden. Ich nehme an Sie haben das ebenfalls registriert.
Das faktische Risiko bestimmt die Zeit. Je weniger Zeit bleibt bis zur Verfügbarkeit, desto eher, früher und schneller sollte Kapital in unberechenbaren Zeiten aus dem Risiko gedreht und in Garantieprodukte -vornehmlich im Investmentbereich- umgeschichtet werden.
Beispiel: DWS FlexProfit BRIC Plus. Mit der aktuellen Garantie von ca. 98.4% auf die Einlage eine durchaus überdenkbare Sache. Wenn die Märkte wieder anziehen, dann dürften die Schwellenländer durchaus einiges versprechen. dagegen steht ein Risiko von 1,6% der Einlage.
Ihr risikoloser Zinssatz würde mich interessieren. Von 12 Monaten abgesehen. Das kann momentan jeder. Aber sollten Sie im langfristigen Bereich einen guten Tip haben, würde ich mich sehr über entsprechende Info`s freuen!
Hallo Frau Völker,
worauf ich eigentlich anspielte ist, dass wenn man schon auf eine Markowitz-basierte Portfoliooptimierung (so wie der AWD in der Beratung) durchführt (oder gegenüber Kunden davon spricht), sollte man das Konzept wenigstens verstehen. Denn wenn man in die Titelauswahl einen risikolosen Zinssatz aufnimmt, der ohne Zweifel existiert, dann wird die alte “gebogene” Effizienzlinie durch eine neue lineare Effizienzlinie dominiert. In diesem Fall ist nur noch EIN Portfolio aus risikobehafteten Anlagen optimal. Die Risikoneigung des Anlegers bestimmt nur noch den Mischungsgrad aus risikobehaftetem Portfolio und dem risikolosen Zinssatz (also je risikoaverser der Anleger ist, desto höher der Anteil im risikolosen Zinssatz). Das gilt bei Markowitz übrigens immer, auch konsistent mit der Lebenszyklustheorie, die Sie angeführt haben und auch ohne weitere Überlegungen, die zum CAPM, welches dann ähnlich aussieht, führen (da einfach der Anteil im risikolosen Zinssatz mit zunehmendem Lebensalter steigt). Sie können dies unter dem Begriff “Separationstheorem von Tobin” nachlesen.
Ja, Sie haben recht, Garantieprodukte (und besonders als Dachfonds) sind natürlich total toll, besonders DWS FlexProfit BRIC Plus mit einer year-to-date Rendite von -15%, auf ein Jahr sogar -18%, besonders auch wegen der günstigen Kostenstruktur von 5% Ausgabeaufschlag und 1,6% Verwaltungsvergütung, aber dafür ist die Diversifikation sehr gut, denn es sind ja fast nur DWS-Fonds im Portfolio, die übrigens auch alle aktiv verwaltet werden und nochmal 1%-1,5% Gebühren kosten. Einen Renten-Exchange-Traded-Fund mit 0,25% Verwaltungsgebühr zu kaufen ist da natürlich viel schlechter, zumal Sie ja eh nur aktiv verwaltete Fonds empfehlen, weil ETFs keine Provision bringen, ähhh Unsinn, weil die AWD-Investmentspezialisten nur die Top-Fonds raussuchen, was andere institutionelle Anleger mit Mrd. Assets under Management nicht schaffen. Aber ich sollte ja einen langfristigen Tip geben, das mach ich natürlich gerne!
einfach bei google mal iShares oder xtrackers eingeben.
Beste Grüße und viel Erfolg
Sven
Ach ja,
hab mir grad mal den Emissionsprospekt des DWS FlexProfit BRIC Plus 80 (ISIN: LU0308527372) angeschaut. So wie ich das verstehe, sind nur 80% garantiert, und zwar des NAV-Höchststands? Und sie empfehlen wirklich ein Produkt mit weniger als 1 Jahr Track Record?
Hallo Herr Sven,
ich fand gestern - und finde heute leider nicht mehr die Zeit für eine Antwort. Zwar habe ich mir vorgenommen immer am selben Tag noch zu antworten - aber da war der Wunsch wohl der Vater des Gedanken. Es ist wahnsinnig spät und ich muss jetzt langsam in die Horizontale.
Ihr Artikel ist sehr interessant und auch lehrreich. Allerdings verstehe ich die Verbitterung und den Sarkasmus nicht so recht. Ich verweise hier mal auf den letzten Artikel meiner Kollegin- Frau Schöneberger-Wüst- genauso sehe ich es zunächst auch. Offensichtlich benötigen Sie in diesem Bereich alles andere als Beistand und Beratung. Andere schon.
Aber -wie schon gesagt- Tschuldigung. Heute nacht haut das nicht mehr hin. Ich werde mich aber in den nächsten Tagen dazu melden.
Hallo liebe bloger, ich würde gerne auf 2 Dinge hinweisen.
Erstens gibt es bei Wertpapieranlegern solche die es sind und wollen und danneben auch diejenigen, die es nie sein wollten. Insbesondere bei den letzteren sollte unsere Branche (ob Bank oder freier Finanzdienstleister) aufpassen und sich an die Vorgaben der Mandanten halten. Nichts ist verwerflicher als einen Mandanten in Wertpapieranlagen zu bringen der es aus innerer Überzeugung heraus nie wollte.
Zweitens warne ich vor zuviel Theorie - insbesondere den Vergleich mit “Risikofreien Anlagen” oder dem hier erwähnten “Risikofreien Zinssatz” in der Finanzwissenschaft sind dazu auch diverse Kommentare verfasst die ich mir hier erspare - eines jedoch noch zum lesen dazugebe: “Der risikofreie Zinssatz ist ein Zinssatz, der kein Ausfallrisiko, aber durchaus ein Marktrisiko enthält. In der realen Welt gibt es nur Näherungsgrößen für diesen Zinssatz. Die in Deutschland zumeist verwendete Näherungsgröße ist der Zinssatz für kurzfristige Verbindlichkeiten des Staats.”
Ich denke also, um für (und unbedingt mit) dem Kunden eine vernünftige und fundierte Anlagestrategie zu entwickeln kommt niemand (weder in Deutschland noch Übersee) umhin, sich ausfürlich mit dem Kunden, seinen Präferenzen und Gesamtverhältnissen zu beschäftigen. Zusätzlich kommt niemand umhin, sich bei seinen eigenen Empfehlungen immer auch noch zu vergewissern, auf welchen Annahmen und Hintergründen er diese ausspricht. Zuguter letzt aber entscheidet meiner Meinung nach am Ende über Erfolg und Misserfolg in der Anlage immer, ob man der Strategie so wie man sie besprochen und aufgebaut hat, auch treu geblieben ist.
Daher glaube ich auch nicht, dass sich viele hier für das eine oder andere Produkt interessieren. Die meisten - so wie ich bis jetzt die Rückmeldung bekommen habe, wollen wissen wie wir bei AWD tatsächlich arbeiten, worauf wir Wert legen, wie man sich hier weiterentwickeln kann und welche Perspektiven einem offen stehen - daher ja auch der Name “Karriereblog”
Und die Aus- und Weiterbildung - gerade in diesen hier diskutierten Bereichen kann sich (auch gegenüber Banken, Bankakademien und anderen ähnlichen Einrichtungen) sehenlassen.
Übrigens, wer gerade in Hamburg ist und heute (17.November - 18:00 Uhr) Zeit hat, kommt ins Crwon Plaza Hotel (Graumannsweg) dort wird auf einer unserer Verbraucherinformationsveranstaltungen unter anderem auch Herr Dr. Jens Erhardt etwas zu diesen Themen berichten. Also, Ihr seid herzlich gerne eingeladen. Ansonsten wünsche ich Euch allen einen gesunden und erfolgreichen Wochenstart…