Immer wieder fasziniert mich die Beweglichkeit unseres Konzerns. Ich vermute, kaum einer hat bisher wirklich mitbekommen dass sich eine kleine -bis mittelschwere- Revolution angekündigt hat.
AWD will den “Karriere-FB”! Eine Herausforderung besonders für die Führungskräfte, aber natürlich auch für die Finanzberater. Umdenken ist also die Devise.
Ich selbst begrüße diese Entwicklung mit Begeisterung und höre gern zu, wenn Herr Dr. Wiswesser ganz neue “Visionen” in unseren Köpfen entstehen lässt. Der Finanzberater als funktionierendes Unternehmen - und obendrein genau so erwünscht.
Ich bin so jemand - ausgestattet mit Vertriebsassistenten, von meiner Führungskraft unterstützt
- bei dem das funktioniert. Ich habe ein Team und ich bin stolz auf jeden einzelnen. Schön dass das Einzug nehmen soll.
Hierzu interessiert mich Ihre Meinung, die Arbeitsweise oder auch der Umgang mit dieser Thematik.
Sehr gern auch softeislutschend in Hamburg ![]()










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Ja aber ist es nicht so, dass AWD ein klassischer Strukturvertrieb ist? Jeder in der Hierarchie Übergelagerte also sein Geld mit denen darunter Befindenden verdient? Dh: je mehr Leute ich unter mir habe, umso weniger muss ich selbst machen…
tja, da stellt sich zunächst die Frage, was versteht man unter einem “klassischen Strukturvertrieb”? Für die meisten Menschen -offensichtlich auch für dich-ist der Begriff grundsätzlich negativ belegt (Strukki, Abzocke…etc). Das liegt -denke ich- daran, dass die wenigsten wissen welche Bandbreiten es hier gibt.
Nehmen wir folgendes an (nur ein Beispiel): Jemand bietet mir an, Putzmittel für ihn zu vertreiben. Nehmen wir weiterhin an, ich muss demjenigen die Putzmittel zunächst abkaufen und ich tue es. Mein Keller steht nun voller Putzmittel. Ich stelle fest, dass es gar nicht so einfach ist so viele Putzmittel an den Mann/die Frau zu bringen. Das beunruhigt mich. Also frage ich den Verkäufer meines Putzmitteldepots: Was nun?…Und er antwortet mir: ganz einfach! Du musst dir jetzt Leute suchen, die dir deine Lagerbestände zu einem höheren Kurs abkaufen und loslaufen um die Putzmittel….na ja und so weiter. Schneeball.
Das dürfte die platteste (oder klassischste?) Form sein.
Die nächste Form könnte sein: Keine Karriere möglich ohne Personalanbau. Es muss zwar keiner in Vorleistung treten, aber den letzten in der Hierarchie beissen die Hunde.
Und jetzt mal die ganz andere Variante:
Ich bin seit 9 Jahren für AWD tätig, und habe in der ganzen Zeit frei bestimmen können, welchen Weg ich einschlagen möchte. Zwei habe ich getestet -eben auch den der Führungskraft . Und hier habe ich ganz schnell eines festgestellt :-): Je mehr Mitarbeiter die ich betreuen und ausbilden muss, umso erdrückender ist die Last der Veranwortung und auch der Arbeit. Ich beneide heute keinen einzigen von denen, die du dort oben beschreibst. Es gibt so viele Menschen, die das Scheitern der eigenen Fähigkeiten zu gern genau diesen “Leuten” in die Schuhe schieben. es ist wahrlich ein undankbarer Job, Und “um so weniger muss ich selbst machen”? Weit gefehlt!
Ich habe mich damals nach dieser tiefgreifenden Erkenntnis sehr schnell wieder zum Finanzberater umentschlossen.
Zurück zum Thema Strukturvertrieb: Meine Finanzberaterentscheidung war allein mein Ding. Niemand bei AWD hat sie je in Frage gestellt, oder mich daran zu hindern versucht.
Heute bin ich eine sehr gute Finanzberaterin mit einem großen Bestand an zufriedenen Mandanten und -nun kommt das wesentliche- mit einem Team von Assistenten. Ich vergüte meine Mitarbeiter, und nur ich verdiene an meinen Mitarbeitern. Wo ist hier der Strukturvertrieb?
Jetzt sind wir bei der freien Marktwirtschaft angelangt. Ich bin Unternehmer im Unternehmen. Eine Art Subunternehmer bei AWD.
Nehmen wir also zum groben Vergleich folgendes als Beispiel….
Pharmagroßhändler und die Hierarchie:
- Geschäftsleitung (mögliche Aktionäre ganz außen vor).
- Abteilungsdirektoren….-Manager, Leiter….was auch immer.
- Verkäufer
- Prokuristen, Sachbearbeiter, Disponenten
- Lagerleiter, Kommissionare
- Gabelstablerfahrer, Verpacker, Sortierer
- Logistiker, Subunternehmer
- Kurierfahrer
wer hat jetzt an wem verdient…und warum? Und wer von diesen Leuten hat nicht für sein Geld gearbeitet? Man könnte diese Geschichte auf das VW-Werk übertragen…aber auch auf den mittelständigen Handwerksbetrieb. Was ist Strukturvertrieb und was ist keiner? Wenn man die wirklich ausbeuterischen bösen Beispiele außen vor läßt.
Wo siedeln sich z.B. Zeitarbeitsfirmen dann an? Böse? Nicht böse? Sie bieten Arbeitsplätze, sie zahlen Mindestlöhne? SInd das Strukurvertriebe? Der VW-Arbeiter leistet die gleiche Arbeit wie der Kollege von Autovision. Bekommen beide das gleiche Geld? Nein. Niemand spricht hier offen von “Abzocke”. Besser irgendeine Arbeit als gar keine. Eben mit Zeitarbeitsvertrag.
Ich werde für das bezahlt (mit Nachhaltigkeitsfaktor) was ich tue. Ich werde dabei von AWD gemessen an Qualitätskennziffern (meine Mandanten wissen dies zu schätzen), nach Kompetenz , Ausbildung und nach Fleiss. Und ich bin frei in allen meinen unternehmerischen Entscheidungen. Was will ich mehr?
Vielen Dank, J.B., für die Gelegenheit das mal losgeworden zu sein. Es sind in der Regel immer nur die “DUBISTSCHULD-Typen”, die sich in diesen Foren zu Wort melden.